Quer durch 03/18

Auch im März haben wir wieder einiges erlebt, Vorsätze gehalten und gebrochen und mit verschiedenen Dingen zu kämpfen gehabt. Seid gespannt!

1. Hast du dein Ziel für März erreicht?

Fran:  Ich hatte mir gewünscht, dass ich am Ende des Monats ein bisschen ruhiger, zufriedener und mehr bei mir selbst angekommen bin. Das ist eingetreten, aber anders als erwartet. Der Monat war alles andere als ruhig, sondern turbulent und abwechslungsreich, was mir mal gutgetan hat. Jetzt bin ich wieder zurück in meiner Routine und fühle mich tatsächlich authentisch, gelassen und positiv.

Siri: Ich wollte ein paar von Pflichten befreite Tage genießen. Vor unserem Urlaub hat das nicht hingehauen, danach musste ich leider viel und anspruchsvoll arbeiten. Während wir in Italien waren, haben wir es uns allerdings sehr gut gehen lassen, sodass ich sogar froh war, wieder Struktur und Produktivität in meinen Alltag zu bringen. Der Fluch der Workaholics.

2. Hat dich in diesem Monat jemand inspiriert oder konntest du etwas Neues lernen?

Fran: Ich kann das leider nicht öffentlich präzisieren, aber es gibt eine Person, von der ich früher gedacht habe, sie sei eingebildet und vorlaut. Seit ich selbst etwas positiver geworden bin und sie unvoreingenommener sehe, fällt mir erst auf, wie konstant und glaubwürdig positiv und freundlich diese Person eigentlich ist, selbst zu Menschen, die verklemmt oder zurückhaltend sind. Von nervig bis inspirierend war es ein weiter Weg, aber ich bin froh, meine Negativ-Brille hier losgeworden zu sein.

Siri: Ich habe viel über die italienische Kultur gelernt und bin ehrlich gesagt froh, in Deutschland aufgewachsen zu sein und hier geregelt zu leben (typisch deutsch, oder?). Weiterhin durfte ich erfahren, dass das Leben für Duftstoffallergiker ungemein langweilig ist: Duschgel, Shampoo, Deo, Gesichtscreme, Bodylotion, Handseife, Waschpulver, Kerzen, Spülmittel – alles riecht nach nichts. Könnt ihr euch vorstellen, wie seltsam es ist, sein Deo nicht zu riechen? In der duftleeren Duschkabine zu stehen? Für Süskinds Grenouille wäre ich wohl das perfekte Opfer.

3. Was hast du geschafft, worauf kannst du besonders stolz sein?

Fran: Ich bin stolz auf uns beide, dass wir in unsere Rom-Urlaub in einer Hauruck-Aktion an nur einem Tag Neapel und den Vesuv bei Pompeji besichtigt haben und dabei alle Hürden gemeistert haben :D (die richtigen Züge, Straßenbahnen und Busse finden, uns mit Händen und Füßen mit Nicht-Englisch-sprechenden Menschen verständigen und so weiter – mehr im Blogpost nächste Woche!).

Siri: Die größte Leistung war, dass wir, die zwei größten Mr. Beans, die ihr euch vorstellen könnt, es geschafft haben, in einen Flieger zu steigen, nach Rom zu fliegen und dort auszusteigen (+ vice versa). Auch, wenn einiges schief ging, war unsere Planung immer on point, leider spielten uns Wetter und nicht existente Busfahrpläne in die Karten. Außerdem habe ich das Sophia Thiel-Programm begonnen, auf dessen Reise ich euch noch genauer mitnehmen werde.

4. Mit welchen Herausforderungen hattest zu kämpfen?

Fran: Im kunterbunten Wirbel der letzten Zeit wieder zu mir selbst zu finden – ja, das war nach diversen Partys, neuen Menschen und chaotischen To Dos gar nicht so leicht. Zum Glück gibt es die Morgenseiten bzw. mein Tagebuch, in dem meine etwas verstummte innere Stimme wieder auf´s Papier durfte.

Siri: Wir haben Anfang März ein langes Partywochenende hingelegt, das echt lustig war. Während dieser Tage gab es keinerlei Verpflichtungen, sondern nur Spaß. Wir gingen jeden Tag um 6 Uhr morgens ins Bett und sind vier Stunden später schon wieder aufgestanden. Ich glaube, ihr könnt euch vorstellen, was am Montagmorgen meine größte Herausforderung war: Mein Leben wieder in den Griff zu bekommen :D Und, mich nicht über die chaotische italienische Lebensart aufzuregen, so leid es mir tut, aber das muss mal gesagt werden! Und das Bett in unserer Airbnb-Unterkunft. Das war schrecklich weich und wir kämpften tatsächlich gelegentlich um die Decke wie ein altes Ehepaar.

monatsrückblick märz

So ist übrigens das Beitragsfoto von oben entstanden – danke an die mich permanent stalkende Fran ;)

5. Was hat dich geärgert? Was hat dich gefreut?

Fran: Ich habe mich darüber geärgert, dass ich manchmal wie früher in Gedanken festhänge und dabei etwas in der Gegenwart verpasse – die Dauerbaustelle meines Lebens. Gefreut habe ich mich eigentlich durchgehend über die neue Erfahrung, wie bunt und leicht das Leben phasenweise mal sein kann, wenn man sich darauf einlässt (z.B. in einen Club geht, statt ab 20 Uhr in den Schlafanzugmodus zu wechseln, was in den letzten Jahren sehr selten vorkam).

Siri: Geärgert habe ich mich vor allem über mich selbst, weil ich mich wieder tagelang, eingesperrt in Goethes Studierkämmerchen, überarbeitet hatte, ohne es zu merken. Und dann panisch rumgejammert, weil es mir schlecht ging – my life in a nutshell. Gefreut haben mich insbesondere die kleinen Dinge im Leben, zum Beispiel gutes Essen, Besuche im Fitnessstudio und Abgaben von Seminararbeiten.

6. Was ist zwischenmenschlich passiert?

Fran: Ich habe interessante neue Leute kennengelernt und dabei einige Erkenntnisse über die Rolle von Kommunikation und Ansprüchen in meinem Leben gewonnen.

Siri: Irgendwas zwischen Disco, Musik, Alkohol, Menschen und Spaß. Ein Mix aus allem, der mich in meiner sonstigen Einsamkeit jedenfalls sehr belebt hat! Jetzt darf es gerne wieder etwas gemäßigter zugehen. Außerdem habe ich einen Freund getroffen, den ich seit 2015 nicht gesehen hatte. Ich konnte weiterhin in einer speziellen Situation mit meinen Emotionen gut umgehen, was einen riesigen Fortschritt für mich bedeutet hat.

7. Welche Blogposts hast du in diesem Monat verfasst?

Fran: Über das bewegende Jugendbuch „17 Erkenntnisse über Leander Blum“ schrieb ich eine Rezension, ich habe meine Phase der Einsamkeit mit einem leeren Rummelplatz verglichen, mein Lieblingsbackbuch „Ich helf Dir backen“ vorgestellt und mein Rezept für eine gute Freundschaft mit euch geteilt.

Siri: Ich habe über respektlose Menschen gesprochen, die immer alles ganz einfach lösen müssen. Dann gab es einen sehr emotionalen Beitrag über Vorwürfe, die ich mir in meinem Leben von Männern und Frauen anhören musste. Weiterhin habe ich über das teuerste Konzert der Welt geschrieben, die witzigsten Zitate aus meinem Five Year Memory Book verraten und über die erste Woche im Sophia Thiel-Programm berichtet.

8. Welchen Post von anderen Bloggern fandest du diesen Monat am  besten und warum?

Fran: Elisas Post „Zwischen Selbstliebe und Rücksichtslosigkeit“ auf ihrem Blog Von Kopf bis Mond hat mich an meinen Rummelplatz-Blogpost erinnert, in dem ich die Verbindung zwischen Einsamkeit und Egozentrik aufgegriffen habe. Dass Self-Care auch Nächstenliebe umfasst, ist ein wichtiger Gedanke, der sicherlich noch weiter gesponnen werden kann. 

Siri: Der Beitrag „How to love yourself – wie du anfängst, dich selbst zu lieben“ von itsjewlz spricht mir mal wieder aus der Seele!

9. Was hast du im letzten Monat an Medieninhalten rezipiert?

Fran: Leider bin ich aktuell noch über einem Buch, einem Hörbuch und einer Serie, zu denen ich erst im nächsten Monatsrückblick etwas schreiben kann. Meine Liste ist diesen Monat also sehr kurz:

  • 17 Erkenntnisse über Leander Blum von Irmgard Kramer: Ein toller Jugendroman über Freundschaft, Kunst und Liebe. Hier geht’s zu meiner Rezension.
  • Schattenmelodie von Daphne Unruh: Auch Band zwei der „Zauber der Elemente“-Reihe hat mir gefallen. Auch wenn ich Neve als Protagonistin etwas langweilig finde, gab es wieder kreative Fantasyelemente, verstrickte Liebesgeschichten und ein Rätsel der Vergangenheit. Ich bin gespannt auf den nächsten Band!

Siri:

  • Das Fundament der Ewigkeit (Hörbuch) von Ken Follett: Ein lustloser Autor, der seine Seifenoper-Charaktere in gut und böse unterteilt, das war’s. Wer bist du und was hast du mit Ken Follett gemacht? Als Hörbuch ist die ganze Misere nochmal schlimmer. Würde ich euch nur zur Selbstkasteiung empfehlen, kauft von dem Geld lieber ein wissenschaftliches Geschichtsbuch.
  • Breaking Bad von Vince Gilligan: Ich hatte ja so meine Probleme mit den ersten vier Folgen, die ich furchtbar fand. In Originalsprache und mit einiger Überwindung kam ich dann doch in die Serie und habe es nicht bereut! Großartige Regie, kreative Kameraperspektiven und eine lückenlos zusammenhängende Story machen Breaking Bad zu einem echt guten Gesamtwerk. Ich würde sie nicht zum Bingen empfehlen, mir reichten etwa 1-2 Folgen pro Woche, da es nie so richtig spannend wird meiner Meinung nach. Allerdings hat mir die finale Szenerie der letzten Folgen nicht besonders gut gefallen und dass gegen Ende extrem versucht wurde, die Bösen als sympathisch darzustellen (was das Ziel der Serie ist, aber irgendwann ist es einfach too much).
  • Was die Spiegel wissen von Maggie Stiefvater: Wer unsere Monatsrückblicke verfolgt, weiß, dass ich der Ravenboys-Reihe ambivalent gegenüberstehe. Der erste Band der totale Flop, der zweite top und der dritte nun ein Mix aus beidem. Mir waren es zu viele Höhlen und zu wenig Spiegel. Vielleicht mag ich auch nur nicht das Gefühl, zu blöd für den Inhalt zu sein? :)
  • Die Geschichte der getrennten Wege von Elena Ferrante: Wie ihr in den vorherigen Rückblicken sicher schon gelesen habt, gönnen wir uns das #FerranteFever per Hörbuch-Download. Auch Band 3 der neapolitanischen Saga reiht sich in meine Begeisterung ein, obgleich es für mich etwas weniger spannend als der zweite Teil war.

10. Was nimmst du dir für April vor?

Fran: Ich möchte meinen 10-Wochen-Trainingsplan nach „Fit ohne Geräte“ von Mark Lauren erfolgreich durchziehen und hoffe auf Fortschritte! Außerdem möchte ich wieder mehr lesen.

Siri: Ich möchte mir mehr Zeit zum Lesen nehmen plus mein komplettes Zimmer nach und nach entrümpeln und ordnen!

Hier könnt ihr unseren letzten Rückblick vom Februar 2018 lesen.

Übrigens dürft ihr euch diese Fragen kopieren, auf uns als Quelle verlinken und damit selbst einen Monatsrückblick schreiben – wir würden uns sehr freuen, von euren Erlebnissen und Gedanken zu hören! 🙂

Wie ist euer März verlaufen und was nehmt ihr euch im April vor?

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