Liebster Award 2017

„Hey Fran, wir haben eine E-Mail von Astrid bekommen.“

„Von der Astrid aus dem Labyrinth?“

„Ja, genau, das ist die Archäologin, der wir folgen und die so toll und lustig über ihr Leben schreibt.“

„Ich lese gerne ihren Bürowahnsinn und all die anderen, vielfältigen Themen, die von Archäologie über Schreiben bis Bücher reichen.“

„Ich auch. Und was sollen wir jetzt tun?“

„Keine Ahnung.“

So in etwa verlief das Gespräch, als wir von der Nominierung des Liebster Awards 2017 erfahren haben. Vielen Dank an Astrid – hier kommt ihr zu ihrem Award-Beitrag.

Nachdem wir auch erst mal nachlesen mussten, was nun von uns erwartet wird, fanden wir sehr viel Gefallen an dieser Aktion und teilen hiermit zehn lustige Facts über uns und unsere (doch sehr eigenartige) Freundschaft mit euch:

  1. Wir nennen uns gegenseitig nie beim Vornamen, da das aus irgendeinem seltsamen Grund strikt verboten ist. Es sei denn, es droht eine atomare Katastrophe. Naja, nicht mal dann, denn eigentlich sprechen wir uns überhaupt nie an, sondern murmeln einfach drauf los (wir nennen dieses Verb auch liebevoll „gollumen“).
  2. Während unserer Schulzeit hatte Fran jeden einzelnen Tag Süßigkeiten in ihrer Brotdose dabei, die wir natürlich gerecht aufteilen mussten. Also wurde täglich das Geodreieck herausgeholt, die Süßigkeit damit vermessen und anschließend fachmännisch zerschnitten. R.I.P. vollgekleckerte Wirtschaftsklausur, als die Süßigkeit eines Tages unerwarteterweise eine Schnapspraline war.
  3. Wir hatten im Schulalltag außerdem spezielle Regeln (warum auch immer), z.B. musste derjenige, der das Schulbuch dabei hatte, es auch aufschlagen. Beim Regenschirmhalten wurde sich nach exakt der Hälfte abgewechselt. Und wer dem anderen einen Dienst erwies, dem wurde am nächsten Tag ein liebevoll belegtes Pausenbrot mitgebracht (sonst aber nicht). Sheldon Cooper wäre unser bester Freund gewesen.
  4. Das ist wohl der verstörendste Tick, den wir haben: Wenn wir reden oder schreiben, tun wir es, als ob wir einen Roman verfassen, um dem Satz noch einen Twist anzuhängen oder einen Witz einzubauen. Keine Ahnung, wie wir darauf kamen und seit wann wir das tun, aber es hält sich hartnäckig und ist echt lustig! Beispiel: „hab keinen Bock auf Weihnachten, hockt der Grinch lieber allein in seinem Zimmer“. Oder „Oh oh, ich hab ne Mail vom Prof bekommen, öffnet Dumm ehrfürchtig die Pergamentrolle“. Ist das irgendwie verständlich? Wir sind solche Creeps.
  5. Unser Lieblingswort, das wir viel zu oft ironisch gebrauchen, ist „alderla“. Es leitet sich ab von „alter“ -> fränkisch ausgesprochen „alder“ -> ironisch verniedlicht „alderla“. Beispiel: Fran dampfablassend „alderla, bin ich heute müde, hatte acht Stunden Vorlesung am Stück und alles war doof“, Siri mitfühlend „alderla!“. Keine Ahnung, warum unsere Kommunikation untereinander so sehr von der Norm abweicht 😀
  6. Siri besitzt den schwarzen Gürtel in einer Kampfkunst und Fran hat bereits ein Buch veröffentlicht.
  7. Wenn wir gemeinsam verreisen oder uns treffen, wird grundsätzlich ein „Kaffeepäusla“ mit fettem Kuchen eingelegt, um sich von den Strapazen der Tatsache zu erholen, dass wir existieren.
  8. Wir können nicht singen und schämen uns dafür – zumindest öffentlich. Als wir mal im Musikunterricht vorsingen sollten, versteckten wir uns hinter einem Notenheft und brummten beschämt Misstöne von uns, die unsere damalige Mädchenklasse wohl ziemlich schockiert hat. Unter uns grölen wir aber sehr gerne mal zu unseren Lieblingsliedern mit (das klingt dann wie eine Fußballmannschaft am Stammtisch).
  9. Wir gehen ungern und so gut wie nie „feiern“ (und würden dieses Wort nie benutzen, da wir Jugendsprache hassen). Meistens verwerfen wir unsere Disco-Pläne, bevor es soweit kommt. Einmal waren wir allerdings schon auf der Party und hatten urplötzlich beide Hunger. Dann sind wir nach einer halben Stunde einfach wieder abgedampft, um zu Hause im Schlafanzug Nudelauflauf zu essen (juhu!).
  10. Ihr werdet´s nicht glauben, aber als etwa 16-Jährige waren wir große Metal-Fans, besuchten Konzerte unserer damaligen Lieblingsband „Die Apokalyptischen Reiter“ und trugen gerne Band-Shirts oder Metal-Schmuck. Wie man sieht, sind wir aus der Phase raus und identifizieren uns nicht mehr mit Musik. Wenn wir uns treffen, hören wir seit Jahren eh immer dasselbe.

Hier sind die elf Fragen, die sich Astrid für uns überlegt hat:

Wieso hast du mit deinem Blog angefangen?

Wir hatten es satt, immer nur zu konsumieren und wollten daher etwas erschaffen, was wir nun mit den wöchentlichen Blogposts tun. Quasi etwas von innen hinausbringen, statt etwas von außen hereinsaugen. Außerdem schreiben wir gerne und möchten unsere gedanklichen Ergüsse mit anderen Menschen teilen. Mehr dazu könnt ihr bei der Blogparade Du und dein Blog nachlesen.

Was ist dein liebstes Reiseziel?

Siri: Mein liebstes Reiseziel ist die USA, vor allem New Orleans hat es mir sehr angetan. Dorthin würde ich immer wieder einen Abstecher machen. Da ich im Süden schon gewohnt habe und etwas herumgekommen bin, interessieren mich jetzt vor allem die Mitte und die Ostküste.

Fran: Paris war für mich bisher die schönste Stadt, die ich je besichtigt habe. Ansonsten gefallen mir zum Wandern die Gegend um den Gardasee und das Berchtesgadener Land.

Wenn du magische Kräfte hättest, wofür würdest du sie nutzen?

Siri: Wenn ich zaubern könnte, würde ich Tieren die Fähigkeit zur Äußerung menschlicher Sprache verleihen. Einerseits, damit ich mich mit meinem Hund unterhalten kann und andererseits, damit sie als vollwertige Wesen wahrgenommen werden und die weltweite Quälerei aufhört.

Fran: Ich hätte gerne so ein Denkarium wie Albus Dumbledore, in dem ich alle meine Erinnerungen und Ideen aufheben kann. So könnte ich einerseits destruktive Gedanken einfach aus meinem Kopf ziehen und andererseits jederzeit in schöne Vergangenheitsmomente oder gute Einfälle eintauchen.

Schaust du dir englische Filme oder Serien in Originalton an oder lieber nicht?

Liebster Award2017

Siri: Das kommt darauf an. Ich bevorzuge es, in deutscher Sprache zu schauen, weil ich mich dann nicht so sehr konzentrieren muss und nebenbei andere Sachen erledigen kann. Manchmal ist die Synchronisation aber derart schlimm (z.B. bei Shadowhunters), dass ich auf Englisch schaue.

Fran: So geht es mir auch.

Wer ist dein Lieblingsautor?

Siri: Derzeit ist es Jane Austen. In meinem Beitrag Warum ich nur Fantasy lese habe ich erklärt, weshalb mich andere Gattungen nicht reizen, konnte mich aber dazu überwinden, nun doch zu anderen Werken zu greifen. Deshalb werden die Lieblingsautor-Karten ständig neu gemischt.

Fran: Ich habe sehr viele Lieblingsautoren. Spontan würde ich J.K. Rowling, Christopher Paolini, Ursula Poznanski, Licia Troisi, Ken Follett, Cecelia Ahern und Dan Brown nennen. Es kommen immer mal phasenweise neue dazu.

Was ist deine liebste Zeit/Jahreszeit im Jahr?

Siri: Eindeutig der Sommer. Der Herbst hat auch was mit seinen orangefarbenen Blättern, ist aber schon wieder zu kühl. Der Frühling ist mir zu dreckig (außerdem bin ich da grundsätzlich falsch angezogen) und der Winter mein absoluter Alptraum, den ich deshalb nicht selten mit einer depressiven Verstimmung erleiden muss.

Fran: Ich bin auch ein Sommermensch. Allerdings finde ich auch die Jahreszeiten-Übergänge im Mai und im September geradezu magisch. Den Winter finde ich furchtbar energieraubend und trostlos.

Was war als Kind dein Berufswunsch?

Siri: Tierärztin, bis mir jemand sagte, dass ich da Tiere aufschneiden müsse.

Fran: Lehrerin, weil ich gerne Fehler korrigierte. Habe aber nicht bedacht, dass man dafür eine soziale Ader haben sollte.

Was ist deine größte Angst?

Siri: Die Angst, mich zu blamieren ist bei mir allgegenwärtig. Vermutlich liegt das an mangelndem Selbstbewusstsein. Eine andere Angst ist, an einer unheilbaren Krankheit zu erkranken, ob im Jetzt oder im Alter.

Fran: Ich habe Angst, die Kontrolle über mich oder meinen Alltag zu verlieren, durch was auch immer. Ansonsten habe ich eine irrationale, aber sehr ausgeprägte Höhenangst, die ab etwa fünf Metern Höhe beginnt. Spinnen lasse ich jetzt mal unerläutert (wem graust es nicht davor?).

Star Trek oder Star Wars – so wie San muss auch ich eine Nerd-Frage stellen, entschuldigt.

Siri: Beides reizt mich überhaupt nicht. Star Trek habe ich nie gesehen, deshalb bleibt nur Star Wars als Antwort. Yoda, R2D2 und die Ewoks sind ja ganz süß. Und Darth Vader irgendwie auch.

Fran: Star Trek kenne ich auch nicht. Ich fand die Star Wars-Filme sehenswert, aber von einem Fan-Dasein bin ich weit entfernt.

Was war in der Schule dein Lieblingsfach?

Siri: Sport und Deutsch, wobei das immer von der Lehrkraft abhing.

Fran: Deutsch und Fremdsprachen im Allgemeinen.

Was war bis jetzt dein größter Fehler?

Siri: Mich selbst verleugnet, nicht auf mein Bauchgefühl gehört und dann jahrelang aus Gründen der Bequemlichkeit an dieser falschen Entscheidung festgehalten zu haben. Ja, es ging um eine Beziehung.

Fran: Vor einigen Jahren meine Ansprüche ans Leben und an mich selbst derart heruntergeschraubt zu haben. Ich habe nur Unterhaltung konsumiert, mich schlecht ernährt, steckte in einer Beziehung fest und hatte kaum kreative Bedürfnisse oder Ambitionen. Zum Glück gab es einen Wendepunkt.

Hier sind unsere fünf Nominierungen:

  • Gintonictogo, ein relativ neuer Blog von fünf Mädels, die sehr unterhaltsam über verschiedene Lifestyle-Themen bloggen
  • Life as Julia, ein Blog auf Englisch, der sich mit tiefgründigen Gedanken befasst, auf dem aber z.B. auch ein unterhaltsamer China-Reisebericht zu finden ist
  • Mademoiselleschreibt, bei der es Lesenswertes über Kultur und den Studentenalltag gibt
  • Einfach lebenein Blog, auf dem Lena und Philipp sehr authentisch und mit Mehrwert von ihrem nachhaltigen Lebensstil berichten und Tipps geben
  • Lebenschaot, der sympathische Blog von Sarah, die u.a. tolle Tipps zum Lernen und Planen gibt

Und hier zehn Fragen von uns:

  1. Welches Gefühl sollen die Leser nach dem Lesen deiner Blogposts haben?
  2. Was inspiriert dich im Leben?
  3. Wenn du alles hättest, was du wolltest (Job, Geld, Familie, Gesundheit usw.), was würdest du dann tun? Was wäre dann dein Beitrag in der Welt?
  4. Was war die beste Entscheidung deines Lebens?
  5. Welche alltägliche Situation bereitet dir die meisten Probleme?
  6. Was sind deine drei wichtigsten Tipps zum Bloggen?
  7. Unternimmst du lieber etwas zu zweit oder mit einer ganzen Gruppe?
  8. Hast du ein Lebensmotto?
  9. Angenommen, du bekämst 200 Euro geschenkt – würdest du sie lieber für Bekleidung oder für Bücher ausgeben?
  10. Bist du einem Bereich außerhalb des Schreibens kreativ (z.B. singen, tanzen, schauspielern, fotografieren, zeichnen…)?

Da der Beitrag jetzt schon viel zu lang geworden ist und wir derzeit auch gar keinen Lieblingsblog haben (aber immer auf der Suche sind!), verzichten wir auf die Vorstellung desselbigen 🙂

Jetzt, da ihr in die Tiefen unserer seltsamen Freundschaft eingeweiht seid – hättet ihr uns so eingeschätzt? 😀