Brief an mein altes Ich

Wenn ihr die Chance hättet, einen Brief an euch selbst in der Vergangenheit zu senden, würden euch bestimmt so einige Themen einfallen. Mal angenommen, ihr könntet eurem früheren Ich ein paar Tipps im Alltag geben – welche wären das? Mein Brief an mich selbst würde wohl folgendermaßen lauten:

Hallo altes Ich,

bei dir ist es gerade 2014, du wohnst noch zu Hause in der Kleinstadt und befindest dich in einer Ausbildung. In einigen Punkten muss ich mich mal dringend in dein Leben einmischen.

Schluss mit passivem Konsum

Was tust du momentan in deiner Freizeit? Sport? Klingt schon mal gut. Lesen ist auch okay – da könntest du aber ruhig mal mehr Zeit investieren. Du sitzt ernsthaft abends vor dem FERNSEHER? Das geht besser! Spar dir die Zeit, die du mit hirnlosen Sendungen (nein, Promi-News bei „Exclusiv Weekend“ zählen NICHT zur Allgemeinbildung) verplemperst und deinstalliere dumme Handyspielchen. Schreibe stattdessen wieder eigene Geschichten, trau dir mehr Kreativität zu, probiere etwas Neues aus! Wie wäre es mit einem Blog? 😉

Lebe effizienter!

Die Beitragsreihe „Effizient leben“ von Siri hätte es damals schon geben sollen. Da hättest du nämlich als gutes Negativbeispiel fungiert: Du isst früh nichts, bist morgens oft zu müde für Erledigungen (probier´s doch mal mit einer Morgenroutine und genügend Schlaf!) und hängst zu lange am Handy. Nutze deine Zeit besser! Ich  empfehle dir, auch mal mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen, z.B. beim Autofahren oder Putzen ein Hörbuch statt Radiogedudel zu hören oder beim Serienschauen auf den Crosstrainer zu gehen.

Zeit für gesunde Ernährung

Weg mit Tiefkühlpizza, Nudeln mit Soße und Hawaii-Toast! Wenn du schon eigenständig einkaufst, dann leg doch mal mehr Gemüse und andere gesunde Lebensmittel in den Wagen. Bereite dir früh ein gesundes Frühstück mit Haferflocken und Obst zu. Und warum bist du immer zu faul, um dich an den Herd zu stellen? Du kannst dir die Gerichte schließlich für zwei bis drei Tage vorkochen, das kann ich dir aus eigener Erfahrung sehr empfehlen. Probiere mal neue Zutaten aus – übrigens, Gewürze sind nicht nur zur Deko da! Wenn du deine Ernährung umstellst, wirst du auch bald über mehr Energie verfügen und freiwillig keine Lust mehr auf stupides Fernsehen haben.

Altes Ich
Veränderung beginnt im Kopf. Manche Denkweisen, Gewohnheiten und Macken haben wir ewig – viele können wir aber aktiv ändern!
Finde zu dir!

Hab keine Angst vor dem Alleinsein und hör auf dein Bauchgefühl. Grenze dich von den Erwartungen anderer ab. Du kannst es nicht jedem recht machen! Zwing dich auf der Arbeit oder in der Öffentlichkeit nicht dazu, extrovertiert zu wirken oder Smalltalk zu führen – bleib´ lieber authentisch und vertraue auf deine Stärken. Wenn du weiterhin aufmerksam, selbstkritisch und flexibel bleibst, stehen deine Chancen ganz gut, dass du diese Punkte in 2017 deutlich besser machst.

Besserwisserische Grüße aus der Zukunft!

Dein heutiges Ich

Nachwort

Mein Zukunfts-Ich hätte zu meinem heutigen Leben bestimmt auch ein paar kritische Kommentare parat – schließlich gibt es so viele Baustellen im Leben und es kommen immer neue hinzu. Ich habe diesen Brief aber nicht geschrieben, um mich nachträglich über vergangene Schwächen zu ärgern, sondern als Rückblick, um zu erkennen, was man schon alles optimiert hat. Zu sehen, was möglich ist, motiviert mich, meine Zukunft aktiv zu gestalten. Vielleicht könnt ihr aus meinem Rückblick ja ein paar Tipps mitnehmen.  Denn ob bezüglich Hobbys, Ernährung oder innerer Einstellung – wir können alle zu einer besseren Version unserer selbst werden!

Gibt es etwas, das ihr eurem alten Ich raten würdet? Inwiefern hilft euch das im Moment und für eure Zukunft?