Die perfekte Führungskraft

Im dritten und letzten Teil meiner beruflichen Serie geht es um Führungskräfte. Ich selbst bin noch keine Vorgesetzte, deshalb kann ich hier natürlich keine Tipps für diese Berufsposition geben. Aber wir können uns überlegen, wie unsere perfekte Führungskraft aussehen sollte! Los geht’s:

Flexibilität

Von einer perfekten Führungskraft erwarte ich, dass sie mir flexible Tagesabläufe und -umstände einräumt. Bei einem Notfall mal eher gehen oder später kommen, einen halben Tag zu Hause im Bett bleiben, weil man zu krank zum Arbeiten, aber zu gesund für den Arzt ist und Überstunden flexibel abzufeiern sind Stichpunkte, die zur Arbeitsqualität beitragen. Einfach VERSTÄNDNIS für die menschlichen Bedürfnisse zu haben, solange ich meine Arbeit ordentlich erledige. Dann bin ich auch bereit, etwas für meine/n Vorgesetzte/n oder die Firma zu tun, zum Beispiel wenn es in der Redaktion mal länger dauern sollte. Ein Geben und Nehmen – wie seht ihr das?

No Go: Auf den klassischen 9 bis 5 Uhr-Bürojob bestehen und die Mitarbeiter blöd anschauenn, wenn sie zehn Minuten eher gehen. Warum sollte ich meine Lebenszeit hier absitzen, wenn ich nicht mehr kann, krank oder schon fertig mit meiner Arbeit bin? Für solche Chefs/Chefinnen bin ich nicht bereit, mehr zu geben. Und tschüss.

Freiheiten

In meiner perfekten Welt sieht es so aus, dass mir die Führungskraft ein Ziel vorgibt und ich den Weg bis dahin komplett selbst gehen darf. Dabei mag es Rückschläge und Probleme geben, bei denen ich, falls ich keine Lösung finde, immer noch den/die Vorgesetzte/n im Rücken sitzen habe. So kann ich außerdem meine Stärken optimal ausnutzen.

No Go: Führungskräfte, die über jeden Pups informiert sein wollen und alles vorgeben. Warum stellt ihr keine Roboter ein oder macht euer Zeug gleich selbst? Und tschüss.

Erreichbarkeit

Meine Führungskraft sollte immer für mich erreichbar sein, sei es bei fachspezifischen Problemen oder wenn es um Organisatorisches wie die Gehaltsabrechnung geht. Damit meine ich nicht, dass der- oder diejenige beim ersten Klingeln abheben muss, aber es ist ein Zeichen von Wertschätzung und Respekt, wenn sich zeitnah und aufmerksam darum gekümmert wird.

No Go: Sich tagelang nicht melden, keine Mails beantworten, das Telefon nicht abheben. Ich glaube einfach nicht, dass man nicht kurz auf eine Anfrage reagieren kann und sei es nur ein „besprechen wir heute Nachmittag!“. So sehr schätzen Sie mich also? Okay, ich habe ab sofort auch keinen Respekt mehr für Sie! Und tschüss.

Professionalität

Zu diesem Begriff zählen für mich auch Fairness und Gleichbehandlung aller Unterstellten. Privates bleibt außen vor und es wird auch nicht über andere Mitarbeiter gelästert. Außerdem sollte die Führungskraft immer konstruktiv sein.

No Go: Die Führungskraft agiert emotional, provokativ oder lästert über andere. „Das Ergebnis enttäuscht mich jetzt aber! Sie waren auch schon mal besser, oder? Der Kollege Meier hat das schon wieder falsch gemacht, das nervt!“ Und tschüss.

Für mich gibt es neben den genannten noch weitere gute Eigenschaften, die Führungskräfte haben sollten. Dies waren die für mich wichtigsten, mit denen ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht habe – und tschüss?

Hier findet ihr meinen Blogpost zum perfekten Praktikanten und zum perfekten Mitarbeiter. Viel Spaß beim Lesen!

Beitragsbild: Pixabay/Comfreak

Wie sollte eure perfekte Führungskraft aussehen? Welche Eigenschaften gehen gar nicht? Welche sind unabdingbar?