Energie unter Vorbehalt: Teil 1

Fühlt ihr euch oft zu träge oder erschöpft für jede noch so kleine Handlung? So ging es mir früher häufig. Warum ist das eigentlich so?

Der eine stemmt Arbeit und Studium parallel und hat unzählige Hobbies, der nächste klappt nach Feierabend auf dem Sofa zusammen und verdrängt die dreckigen Geschirrberge in der Küche. Kann das nur an der inneren Einstellung liegen? Nein, ich denke, jeder von uns verfügt von Natur aus über ein bestimmtes Maß an Energie. Ich meine nicht nur das leichte Auf und Ab im Leben, das ich in einem anderen Blogpost thematisiert habe. Unser Leben ist voller Energiequellen und –räuber, die einen großen und dauerhaften Einfluss auf uns ausüben. Wir alle haben die Chance, mit mehr Energie zu leben – zunächst, indem wir Energieräuber erfolgreich umgehen.

Energieräuber
Reizüberflutung, Smalltalk, aber auch das Fehlen von Energiequellen laugen uns aus. Was zehrt an eurem inneren Akku? (Bildquelle: Pixabay)

Teil 1: Energieräuber

Manche Situationen oder Menschen rauben mir die Energie, d.h. ich fühle mich in kürzester Zeit erschöpft oder gereizt. Ich versuche also, sie zu vermeiden. Das klappt leider nicht immer – vielleicht habt ihr ähnliche Erfahrungen mit den folgenden Punkten gemacht?

Sinnesflut: Kaum trete ich raus auf die Straße, bilden ratternde Motoren, grelles Licht, Menschengeplapper und Baustellengestank eine Symphonie des Grauens. Mit jedem Schritt sinkt mein imaginärer Energiebalken.
Vermeidungsstrategie: Vielbefahrene Straßen und Menschenmengen umgehen, Ablenkung durch Musik oder Gedankenspiele. Manchmal hilft nichts davon so richtig – wie geht ihr mit Reizüberflutung im Alltag um?

Anstrengende Menschen: Darunter versteht natürlich jeder etwas anderes. Ich denke da spontan an temperamentvoll plappernde, emotional argumentierende und laut lachende Zeitgenossen, die einem manchmal sympathisch sind, einen mit ihrer Hoppla-hier-komm-ich-Präsenz aber ziemlich schnell überrollen. Außerdem zählen Grenzüberschreiter zur roten Liste, doch dazu ist wohl mal ein extra Blogpost nötig. 😉
Vermeidungsstrategie: Nichts wie weg! Wenn das nicht geht, weil ich z. B. auf einer Feier eingeladen bin, geselle ich mich möglichst zu Gleichgesinnten oder bleibe alleine. Doch was tun, wenn man zum Redegefäß der selbsternannten Alleinunterhalter auserkoren wird – habt ihr Tipps?

Banalitäten: „Hey, na wie geht’s?“ – Smalltalk raubt mir nach kürzester Zeit sämtliche Energie. Die schlimmsten Floskeln findet ihr in diesem Blogpost.
Vermeidungsstrategie: Ich versuche immer, die Konversation auf konkrete Themen lenken, die beide Gesprächspartner interessieren. Klappt das nicht, breche ich das Worthülsen-Pingpong so schnell wie möglich ab (außer ich bin z. B. auf der Arbeit zu Smalltalk mit dem Chef gezwungen). Das klappt bislang ganz gut. Wie sind eure Erfahrungen?

Fassaden: Authentizität lautet oft das Schlüsselwort zum Glück. Nur kann man sich nicht immer daran halten, denn wer würde schon seinem Vorgesetzten vor den Kollegen widersprechen oder nervigen Personen gleich die Meinung sagen? Also nickt man freundlich, während man innerlich brodelt. Energieverbrauch? Maximal.
Vermeidungsstrategie:  Ausgleiche schaffen, z. B. sich bei Kollegen des Vertrauens die Last von der Seele reden oder sich beim Sport auspowern. Wenn es gar nicht mehr geht, ist es vielleicht doch mal Zeit für ein ehrliches Gespräch, weil es die möglichen Konsequenzen einfach wert sind. Wo zieht ihr die Grenze?

Fehlende Energiequellen: Zu wenig Erholung, schlechte Ernährung oder Unordnung machen mich dauerhaft müde. Hier sind die richtigen Energiequellen nötig. Mehr dazu erfahrt ihr nächste Woche in Teil 2 des Beitrags!

Fazit

Reizüberflutung und anstrengenden Menschen ausweichen, so authentisch wie möglich sein und auf meine Energiequellen achten – so weiche ich idealerweise Energieräubern aus. Je nach Situation oder Gegenüber warten natürlich immer wieder kraftraubende Herausforderungen und Rückschläge auf mich, die es zu überwinden gilt.

Was sind eure größten Energieräuber? Habt ihr Tipps, wie ihr sie erfolgreich umgeht?