Blogparade: Du und dein Blog

Auf ihrem Blog „Angeltearz liest“ ruft Steffi zu mehr Toleranz und Harmonie unter Bloggern auf. Das unterstützen wir gerne und nehmen an ihrer Blogparade „Du und dein Blog“ teil. Unsere Antworten zu den vorgegebenen acht Fragen drehen sich um unsere ersten Schritte mit quergetippt und wie wir über die Bloggerwelt denken!

1. Wer bist du? Stell dich vor!

Siri: Meinen Vornamen erhaltet ihr, wenn ihr meinen Alter Ego-Namen rückwärts lest 🙂 Ich bin Anfang-Mitte 20, habe eine Ausbildung absolviert und studiere derzeit fernab meiner Heimatstadt irgendwas mit Medien. Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich das Gefühl, erwachsen geworden zu sein und im Zuge dieses Prozesses erschlagen mich tagtäglich irgendwelche Erkenntnisse über Menschen, die Gesellschaft oder mich selbst. Ansonsten interessiere ich mich für viele Dinge, zum Beispiel Fitness und Sportarten, gesunde Ernährung, Naturkosmetik, natürliche Haarpflege, Bücher, das Schreiben, Hunde und deren Rassen, Verhalten und Erziehung, Make-up, YouTube, Serien und last but not least ist auch meine Arbeit in der Medienbranche irgendwie ein Hobby. Deshalb ist unser Blog auch so querfeldein, weil wir uns beide oft in irgendwelche Themen reinfuchsen und dort dann fast schon Expertise erlangen 😀

Fran: Meinen Namen ergibt die Verlängerung durch „-zi(ska)“ – wahnsinnig kreativ. 😉 Auch ich habe eine Ausbildung hinter mir und bin in einem Medienstudiengang eingeschrieben. Schreiben zählte schon immer zu meinen Hobbies. Während ich früher eher für mich selbst Gedichte verfasste, gefällt mir das Texten von informativen, unterhaltsamen oder kritischen Beiträgen mittlerweile besser.

2. Seit wann bloggst du? Und wie bist du zum Bloggen gekommen?

Siri: Wir bloggen seit Ende Februar 2017. Eigentlich war ich nie dieser Blogtyp, sondern habe immer schön anonym meine Privatsphäre im Internet gewahrt. Ich hatte aber irgendwann das Gefühl, dass ich meine Erkenntnisse auf dem Weg ins Erwachsenwerden irgendwie loswerden müsse. Ich würde gerne mit anderen darüber quatschen und neue Denkanstöße geben und erhalten. Außerdem schreibe ich ganz gerne, allerdings nicht in dem eher seicht-fröhlichen Blogger-Ton, den ich erstens nie hinbekomme und zweitens zu oberflächlich finde. Wir wollen unseren Lesern prinzipiell mit jedem Post etwas mitgeben, einen Mehrwert bieten.

Fran: Dem kann ich nur zustimmen! Ich kann mich noch an den Sonntag im Dezember erinnern, als Siri und ich mal wieder ellenlange WhatsApp-Nachrichten über zwischenmenschliche Erkenntnisse austauschten und Siri dann die Idee kam: Warum veröffentlichen wir unsere vielen Gedanken eigentlich nicht mal auf einem Blog? Ich war von Anfang an mit Feuer und Flamme dabei und bin froh über Siris tolle Idee und die Möglichkeit, unsere Texte öffentlich teilen und zur Diskussion stellen zu können.

3. Weiß dein Umfeld davon, dass du bloggst? Wenn ja, was sagen sie dazu? Wenn nein, warum nicht?

Siri: Ich glaube, wir wollten das zunächst geheim halten, weil wir dachten, dass ein eigener Blog ein großes Ding sei. Meine engsten Freunde wissen es, meine Kommilitonen teilweise und meine Familie hat es bereits wieder vergessen 😀 Ich fände es allerdings extrem unangenehm, wenn ich zum Beispiel in der Uni ein Referat halten müsste und alle würden sich denken „Ah, da ist ja die große Bloggerin mit hochrotem Kopf und stottert nur Schwachsinn zusammen.“

Fran: Bei mir wissen es auch nur einige Freunde und Kommilitonen. Bei meiner Familie hatte ich es mal erwähnt, aber außer einem verwirrten „Was ist denn ein Blog?“ kam nichts weiter zurück 😀 – die ältere Generation kann mit solchen Plattformen wohl eher wenig anfangen. Ansonsten sehe ich es mittlerweile gelassen, unseren Blog bei Interesse zu erwähnen, habe aber kein Bedürfnis, mich persönlich als „Bloggerin“ darzustellen.

4. Nutzt du Social Media? Und wie kann man dir folgen?

Wir nutzen Instagram (quergetippt) und Twitter (quergetipptblog). Das seht ihr auch in unserer Seitenleiste ganz oben, einen kleinen Instagramfeed haben wir weiter unten eingebaut. Auf den beiden Plattformen sind wir tatsächlich auch erst mit Start des Blogs aktiv geworden.

5. Gibt es etwas, was dich an der Bloggerwelt stört? Und was würdest du dir wünschen? (Trau dich und sei ehrlich)

Siri: Hm, ich finde, dass jeder bloggen und schreiben kann, wie er will. Wenn es nicht meinen Geschmack trifft, muss ich es ja nicht lesen. Ich persönlich mag zum Beispiel diese seicht-abstrakten Beiträge á la „5 Dinge, die man im Sommer tun muss“ nicht. Wir selbst schreiben auch über oberflächlichere Dinge wie Urlaube oder das richtige Haaröl, diese sind dann aber sehr gut recherchiert und ihr könnt damit etwas anfangen. Mich hat ein Erlebnis auf einem Blog, der über 1.000 Follower hat, geärgert: Die Bloggerin schreibt regelmäßig kritisch über die Gesellschaft. Ein Beitrag war dabei sehr einseitig, also habe ich einen sachlichen Kommentar verfasst, in dem ich meine Meinung und neue Denkanstöße angeführt habe. Und ratet, was passiert ist? Sie hat ihn nicht mal freigeschalten. Bei so etwas fühle ich mich meiner Meinung beraubt, das kommt schon fast einer Zensur gleich und zeigt auch, dass diese Bloggerin nur ihre Meinung bestätigt haben möchte. Sehr schade, auch in Hinblick auf die vielleicht jüngeren Follower, die diese Meinung dann ungefiltert adaptieren oder gutheißen.

Fran: Ich finde es schade, wenn manche Likes und positive Kommentare anscheinend nur gepostet werden, um im Gegenzug Bestätigung zu erhalten, und dabei der Inhalt gar nicht richtig gelesen oder gar diskutiert wird. Umso mehr freut man sich über ehrliche Wertschätzungen. Natürlich sind wir auch dankbar für Kritik, denn der Meinungsaustausch sollte weiterhin zur Bloggerkultur dazugehören. Wer zu unseren Beiträgen also mal etwas Kritisches zu sagen hat, wird garantiert nicht zensiert oder ignoriert.

6. Und was magst du an der Bloggerwelt?

Siri: Dass man die Kreativität der anderen Menschen ungefiltert sieht. Man hat keinen Redaktionsleiter im Nacken, der den Ton vorgibt, man kümmert sich selbst um Bild und Anordnung des Blogposts und kann schreiben, wozu man gerade Lust verspürt. Das inspiriert mich immer sehr und ich bin erstaunt, auf was für tolle Ideen viele Blogger kommen.

Fran: Wenn ich mich über ein bestimmtes Thema informieren oder Meinungen einholen möchte, finde ich Blogs eine sehr hilfreiche Anlaufstelle. Für nahezu jedes Thema von Haarkuren über Hundeerziehung bis hin zu Fantasybüchern gibt es eine Community. Hier erhält man (meistens) persönliche und damit glaubwürdige Empfehlungen sowie authentische Erfahrungsberichte. Bei Fragen oder Anregungen sind die Kontaktwege kurz und unkompliziert. Ich mag den ungezwungenen Bloggeraustausch unter Gleichgesinnten.

7. Liest du auch außerhalb deines eigenen „Blogbereiches“ oder liest du als z. B. Buchblogger nur Buchblogs?

Siri: Generell lese ich aus Zeitgründen eher wenig andere Blogs. Am liebsten gesellschaftskritische Blogs oder welche, die sich mit zwischenmenschlichen Dingen und eigenen, inneren Gedanken beschäftigen. Leider kenne ich da nicht sehr viele. Im Gegensatz zu unserem Blog haben fast alle anderen ein festes Thema, aber kunterbunt gemischte Blogs würden mich auch interessieren. Habt ihr vielleicht noch Tipps für mich?

Fran: Ich habe momentan auch eher eine kleine Auswahl an Blogs, bei denen ich ab und zu reinschaue. Praktisch ist natürlich, wenn unter unseren Beiträgen Kommentare von Gleichgesinnten zu lesen sind – dann hat man oft automatisch eine interessante Adresse. Über Tipps würde ich mich aber auch freuen!

8. Vernetzen ist wichtig. Hast du Lieblingsblogs? Zeig mal!

Siri: Ich lese den Blog „Life as Julia“ sehr gerne, weil ich mich mit der Autorin gut identifizieren kann und oft neue Denkanstöße erhalte oder ihr ab und zu auch was aus meiner Erfahrung in den Kommentaren dalasse 🙂

Fran: Ich mag die Buchbeiträge und das Blogdesign von „Fairytale-Leali“!