„Die Weltenwirbel“ Buchrezension

Ein Magier, ein Oger und eine Fee begeben sich gemeinsam auf eine Reise – klingt spannend? Ist es auch! Darum dreht sich der Fantasyroman „Die Weltenwirbel – Ewige Jugend“ von Marlene von Hagen, 2017 erschienen.

Zum Inhalt

Zunächst der Klappentext für euch:

Wer ewige Jugend sucht, findet nicht selten den Tod. Yllren ist ein heilkundiger Magier, der lieber seinen Verstand benutzt, als die Magie in den Weltenwirbeln anzuzapfen. Nach der mysteriösen Todgeburt eines entstellten Säuglings und den Anzeichen von Schwarzer Magie fühlt er sich verpflichtet, der Ursache nachzugehen. Er sucht Rat bei seinem ehemaligen Lehrmeister Zulanda, doch dessen Hütte ist verfallen und verlassen. Nur eine verschlüsselte Botschaft hilft Yllren weiter. Gemeinsam mit dem Wegefinder Waldo, einem redseligen Oger, begibt sich Yllren auf den Weg ins Reich der Feen, wo er seinen Lehrmeister vermutet. Doch als sie dort ankommen, finden sie etwas ganz anderes vor…

Eigentlich zähle ich mich selbst eher zu den neunmalklugen Lesern, die jeden Plot schon vorausahnen können. Nicht bei diesem Buch! Es werden viele Fährten gelegt und die Fantasy tut ihr Übriges, um die wahren Absichten zu verschleiern. In der Leserunde auf Lovelybooks haben wir wild spekuliert und uns das ein oder andere Mal kräftig verzettelt 🙂

Die Weltenwirbel Buchrezension
Eine signierte Postkarte von Marlene von Hagen!

Die Figuren

Alle Figuren sind abwechslungsreich und individuell gestaltet. Es gibt zum Beispiel den liebenswerten Oger Waldo, der seine ganz eigene Grammatik spricht, die Schlangenfrau Ireya, die nur ihren Trieb ausleben will und Juckel, ein sechsbeiniges wildschweinähnliches Reittier, das gerne ein prächtiges Schlachtross wäre. Die Fantasywesen sind abseits des Mainstreams, was eine erfrischende Abwechslung ist und das Fantasyherz höher schlagen lässt. Besonders gut gefallen haben mir die wechselnden Sichtweisen: mal kommt ein Kapitel aus Sicht des bösen Handlangers, mal ein Rückblick in die Magierausbildung usw. Einzig mit dem Hauptcharakter Yllren habe ich gehadert, weil er bewusst unperfekt gestaltet wurde und ich ihn oft als schwach empfunden habe. Starke Helden/-innen sind mir einfach lieber.

Kritik

  • Auf die Weltenwirbel wird kaum eingegangen – vielleicht in einem nächsten Band? Allgemein hätten manche Dinge ruhig noch ausführlicher sein können
  • Ein paar Rechtschreibfehler waren wieder im Ebook, was sich natürlich beheben lässt, aber dies sollte bestenfalls schon vor der Veröffentlichung passieren

Was mir gut gefallen hat

Ich wurde förmlich in die Geschichte eingesaugt und konnte das Buch wider besseren Wissens (Stichwort Prüfungsphase) nicht mehr aus der Hand legen. Es gibt viele tolle, kreative Szenen, die ein Fest für Fantasyfans sind! Und das, obwohl ich schon sehr viele Bücher dieses Genres gelesen habe, was meiner Meinung nach sehr für die Einfühlsamkeit und Kreativität der Autorin spricht. Auch eine Prise Humor schwingt ab und zu mit und macht das Buch zu einem absoluten Lesevergnügen. Wie die Autorin verraten hat, soll das Cover nach „Old-Fantasy“ aussehen und genau so lässt sich der Roman auch klassifizieren. Es ist kein Tolkien-Stil, aber auch kein Schattenjäger-Kodex, sondern etwas ganz Eigenes. Ich hoffe, von Marlene von Hagen noch viele Bücher zu lesen!

Von mir erhält „Die Weltenwirbel – Ewige Jugend“ deshalb 4,5 von 5 goldenen Büchern:

4.5 bücher gold

Kennt ihr das Buch? Wie findet ihr es? Was macht für euch ein gutes Fantasybuch aus?

Die Weltenwirbel Buchrezension