Effizient leben: Morgenroutine

Im heutigen Beitrag von „Effizient leben“ geht es um die Morgenroutine. Die sieht natürlich bei jedem von uns anders aus, was zum Beispiel auch davon abhängt, ob ihr Verpflichtungen habt oder notorische Langschläfer seid. Viele Tipps werden die meisten von euch schon kennen und beherzigen, andere sitzen vermutlich immer noch apathisch vor ihrer Kaffeetasse und grübeln, was sie als nächstes tun sollen 🙂

Meine persönliche Morgenroutine

Meine erste Amtshandlung eines jeden Tages lautet: Wasserkocher befüllen und einschalten! Das morgendliche Dilemma beginnt dann mit der umstrittenen Frage, ob man vor oder nach dem Frühstück Zähne putzen sollte. Ich tue dies seit ich denken kann direkt nach dem Aufstehen und hatte noch kein einziges Kariesloch. Überlegt euch, wann ihr diese Minuten am besten einplant und womit ihr euch wohler fühlt. Während des Putzens schütte ich die Zutaten für meinen allmorgendlichen Haferbrei zusammen. Zeitgleich kocht das Wasser schon und ich kann es in die Schüssel kippen, damit der Brei quillt. Anschließend ziehe ich mich an – bestenfalls mit den am Abend zuvor rausgelegten Kleidungsstücken – und gehe zurück ins Bad, um mich zu schminken. Selbst da habe ich eine zeitsparende Routine gefunden: Bereits nach dem Zähneputzen trage ich die Tagescreme auf, damit sie kurz einzieht, solange ich mich anziehe. Während die erste Schicht Wimperntusche trocknet, werden die Augenbrauen schon mal nachgezeichnet, dann folgt die zweite Schicht Mascara. Danach ist mein Frühstück schon fast fertig und ich bediene die Kaffeemaschine, die einen kurzen Moment braucht, um das Wasser zu erhitzen. Während sie dies erledigt, schneide ich frisches Obst in den Haferbrei und mache mein Frühstück somit fertig. Nun nur noch auf’s Knöpfchen drücken und schwuppdiwupp duftet der Raum nach frischem Kaffee.

Beim Essen habe ich dann etwa 20 Minuten nur für mich, die ich gestalten kann, wie ich will: nebenbei Zeitung lesen, am Smartphone hängen oder vergessene Vokabeln für die erste Vorlesung pauken. Anschließend räume ich mein Geschirr weg (Abwasch kann je nach Zeitdruck warten – hierbei leide ich oft an Aufschieberitis), stelle meine Verpflegung für die Pausen zusammen und packe alles in meine Tasche. Danach putze ich erneut die Zähne und verlasse das Haus – entspannt und bestens gerüstet für alles, was der Tag so bringen mag! Ich plane für die gesamte Routine großzügig etwa 60 Minuten ein, denn manchmal habe ich urplötzlich nix zum Anziehen im Schrank oder ein Bad Hair Day muss kreativ kompensiert werden 🙂

Tipps für eure Routine

Leider kenne ich eure Routinen nicht, weshalb ihr euren Ablauf zunächst ehrlich und ohne Beschönigungen selbst reflektieren müsst. Ich kann verstehen, dass manche dabei schummeln, weil sie nichts verändern wollen und der Meinung sind, es passt, wie es ist. Aber denkt wirklich mal über alle einzelnen Handgriffe nach, die ihr am Morgen tut. Ist das sinnvoll? Kann ich währenddessen etwas vorbereiten? Wie könnte ich hierbei Zeit sparen? Wann ziehe ich mich am besten an, wenn ich mich meistens vollkleckere? Wann putze ich Zähne? Wann gehe ich mit dem Hund Gassi? Wie binde ich meine Kinder in die Routine ein? Ich kann euch deshalb bei diesem Thema nur generelle Tipps und ein Gefühl dafür geben, was effiziente Handlungen sind. Die gute Nachricht: Nach kurzer Zeit habt ihr diese Abläufe so verinnerlicht, dass sie automatisiert ablaufen, während euer Gehirn eigentlich lieber im Bett bleiben würde – eure Routine eben. Ich finde auch, dass ich dann viel motivierter aufstehen kann, wenn ich weiß: der erste Gang geht zum Wasserkocher, der zweite zum Waschbecken, der dritte …

  • Generell: Wartezeiten strikt vermeiden! Es gibt immer was zu tun
  • Kleidung am vorherigen Abend rauslegen
  • Wasser immer zuerst erhitzen
  • Schlafzimmer sofort nach dem Aufstehen lüften und vor Verlassen des Hauses erst wieder die Fenster schließen
  • Hautcremes als erstes nach Abwaschen des Gesichts auftragen
  • Wimpern möglichst frühzeitig tuschen und während des Trocknens eine andere Gesichtspartie schminken

Wie sieht eure Morgenroutine aus – konntet ihr einen der Tipps für euch umsetzen? Habt ihr euren Ablauf schon reflektiert?

Hier erkläre ich unter anderem den Unterschied zwischen Effizienz und Effektivität

Und hier gelangt ihr zum ersten Beitrag der Serie „Effizient leben: Universität“