Buchrezension „Schwertläufer“

Alle „Herr der Ringe“-Fans aufgepasst! Newcomer-Autor Jan Peter Andres entführt uns im Fantasy-Epos „Schwertläufer“ auf eine Reise quer durch den Kontinent Laudora. Die Helden Robin und Boffo müssen den wildgewordenen Vulkan Tarantuil zähmen, um die Menschheit vor dem Untergang zu retten. Dabei kommen ihnen mächtige Fürsten, blutrünstige Barbaren und furchteinflößende Monster in die Quere. Ein epischer High Fantasy-Roman von Freundschaft, Ängsten und Liebe, der 2017 im Heinz Späthling-Verlag erschienen ist.

Die Fantasywelt

Die vom Autor erschaffene Welt bzw. der Kontinent Laudora ist wirklich beeindruckend. Vorne und hinten im Buch befindet sich detailliertes Kartenmaterial, über das man die Reise von Robin und seinen Freunden verfolgen kann. Verschneite Landschaften, Gebirgspässe, apokalyptische Vulkanlandschaften, Wüsten und sogar exotische Paradiestäler sorgen für puren Lesegenuss. Besonders toll ist der ausführliche Anhang, der in seinem Ausmaß an „Herr der Ringe“ erinnert. Dort werden die verschiedenen Regionen, die Völker und deren Abstammung, Maßeinheiten und fremde Vokabeln sowie die Personenkonstellation erläutert. Man spürt beim Lesen, wie viel Mühe, Zeit und Leidenschaft der Newcomer-Autor in sein Werk investiert hat.

Schwertlaeufer

Die Figuren

Im Zentrum stehen der Mensch Robin und der Elm (ein Wesen, das den Hobbits von Tolkien ähnelt)  Boffo. Später werden sie von einigen anderen Schwertläufern (Soldaten, zu denen auch Robin gehört) begleitet. Robin widerspricht dem typischen Fantasyhelden, er ist ein verwöhnter Student aus reichem Hause, anfangs recht bequem und stets sehr tollpatschig. Ich fand es interessant, mal eine unkonventionelle Figur in die Geschichte zu setzen, über die man sich regelmäßig ärgert. Boffo ist dagegen sehr sympathisch, er ist clever, besonnen und witzigerweise sehr verfressen. Sowohl seine Sprachkenntnisse als auch seine Kochkünste sind für die Reisenden unentbehrlich.

Auf ihrer Reise lernen die Freunde unzählige Menschen aus unterschiedlichen Völkern kennen. Von europäisch angehauchten Völkern mit modernerer Technik bis hin zu exotischen Waldvölkern mit Frauen als Kriegerinnen sind verschiedenste Kulturen vertreten, was für Abwechslung beim Lesen sorgt. Insgesamt handeln die befreundeten Reisenden relativ brav, ein paar Kontroversen, Verräter oder Geheimnisse hätten hier vielleicht nicht geschadet. Nichtsdestotrotz fühlt man sich am Ende des Buches mit allen Protagonisten (sogar mit Robin) verbunden und fiebert mit ihnen mit.

Schwertlaeufer

Fazit

„Schwertläufer“ ist ein vielversprechender erster Band im Fantasy-Genre, der uns in eine Reise durch eine fantastische Welt mitnimmt. Fans von High Fantasy werden Laudora mit seinen Völkern und Lebewesen lieben! Für die teilweise langatmigen Passagen sowie für die recht braven Protagonisten ziehe ich ein paar Pünktchen ab. Insgesamt kann ich den Fantasyroman von Jan Peter Andres aber empfehlen und freue mich schon auf die Fortsetzung, die im Herbst erscheinen soll!

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*Das Buch wurde mir vom Autor kostenlos zur Verfügung gestellt, was keinerlei Einfluss auf die Rezension hat.*

 

 

Ich vergebe deshalb 4 von 5 goldenen Büchern:

4 bücher gold

(Die Skala: Fehlkauf – Es hat was – Gute Ansätze – Tolles Buch – Lieblingsbuch)

Welche Fantasy-Bücher sind eure Favoriten? 🙂

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