Natürliche Haarpflege

Heute habe ich für euch meine besten Tipps für natürliche Haarpflege und gesundes, glänzendes Haar zusammengefasst. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Kurzer Hinweis, bevor es losgeht: Haarpflege kann nur einwirken, wenn ihr eure Haare nicht mit silikonhaltigen Produkten behandelt, denn durch diese „Plastikschicht“ kann keine Pflege durchdringen. Wascht also erst einmal mit Tiefenreinigungsshampoo oder einer Natronwäsche, bevor ihr zu den Pflegemitteln greift.

Welche Mittel für natürliche Haarpflege gibt es?

  • Öle: z.B. Kokosöl, Leinöl, Brokkolisamenöl (sämtliche Naturprodukte und Rohstoffe findet ihr im Shop von Behawe) oder günstige „Mischöle“ (z.B. Haaröl von Alverde) – jedes hat andere Eigenschaften und ist mehr oder weniger „schwer“. Probiert aus, welches eure Kopfhaut am besten verträgt und womit eure Haare am besten/ gesündesten aussehen! Hier erfahrt ihr alles über Pflanzenöle.
  • Butter, z.B. Sheabutter oder Avocadobutter
  • Cremes (auch Hautcremes pflegen gut)
  • Salben: Habe ich persönlich noch nicht probiert, viele NK-Fans schwören aber auf die Brustwarzensalbe (weil sie dem Kopfhautsebum sehr ähnlich ist) oder den Wind-und Wetterbalsam (z.B. von Weleda)
  • Aloe Vera Gel: Versorgt das Haar mit Feuchtigkeit, kann man für die LOC-Methode (siehe unten) statt Wasser benutzen. Gibt es schon recht günstig, z.B. von dm Sundance
  • Cassia: farbloses Henna z.B. von Khadi , das man alle paar Monate im Haar einwirken lassen und ausspülen kann, damit die Haarstruktur griffiger wird und damit etwas voluminöser aussieht. Achtung aber bei gebleichtem Haar: Es wird in Verbindung mit Cassia/ Henna grün!
  • Proteine: z.B. Ei, Joghurt oder Weizenprotein. Achtung, wirklich nur bei Proteinmangel verwenden (findet ihr mit dem Wet Assessment Test heraus), sonst werden die Haare ausgetrocknet!
Natürliche Haarpflege
Als Leave-In könnt ihr sämtliche Öle oder Cremes benutzen. Es gibt auch extra Haarspitzenserum. Diese Fläschchen sind super für unterwegs!

Wie macht ihr daraus natürliche Haarpflege?

  1. Leave-Ins

Wie der Name schon sagt, tragt ihr Öl, Creme, Salbe oder Gel in geringer Menge aufs Haar auf (am besten in den Händen verreiben und vorsichtig über die Längen streichen oder in die Haarspitzen geben), ohne es kurzfristig auszuwaschen. Pflegt und schützt das Haar!

  1. Pre-Wash-Kur

Hier könnt ihr Kopfhaut und Haar gründlich „einfetten“, z.B. mit Öl oder einer Creme. Wenn ihr ein Handtuch oder eine Frischhaltefolie darum wickelt, könnt ihr sogar damit schlafen. Je länger die Kur einwirken kann, desto besser. Anschließend wird sie mit Shampoo gründlich ausgespült.

  1. LOC (= Liquid – Oil – Cream)

Mein Favorit, den ich meist als Pre-Wash-Kur anwende. Zuerst macht ihr die Haare feucht, anschließend verteilt ihr ein Öl eurer Wahl darin und als letztes kommt noch eine (Naturkosmetik-)Creme darauf. So lange wie möglich einwirken lassen und mit Shampoo ausspülen. Alternativ kann LOC auch NACH dem Waschen machen, also Öl und Creme ins feuchte Haar geben, hier sollte man aber sehr sparsam vorgehen. Der Sinn des Ganzen: Das Öl schließt die vorher aufgetragene Feuchtigkeit länger ins Haar ein und die Emulgatoren in der Creme verbinden Wasser und Öl zu einer homogenen, pflegenden Masse – maximale Pflege für euer Haar!

  1. Kopfhautpflege

Leidet ihr unter trockener oder gereizter Kopfhaut, könnt ihr das Öl mittels einer Pipette oder eines Wattestäbchens auch nur auf die Kopfhaut auftragen (hilft natürlich nicht bei allergischen oder medizinischen Ursachen)

Natürliche Haarpflege
Wasser + Öl + Creme = LOC-Kur! Ansonsten verwende ich am liebsten Aloe Vera Gel (das günstige von Sundance), Leinöl und die Rainforest-Haarbutter von The Body Shop (keine NK, aber gute Inhaltsstoffe)

Rinsen

= Flüssigkeiten nach der Haarwäsche „über den Kopf schütten“ und nicht mehr auswaschen.

  • Mit kaltem Wasser rinsen: schließt die Schuppenschicht des einzelnen Haares und lässt sie glänzen
  • Säure: Verdünnter (!) Zitronensaft oder Essig als Rinse sind vor allem bei der Haarwäsche mit Seife empfehlenswert, weil sie Kalkrückstände entfernen. Aber auch sonst wirken sie wie die kalte Rinse adstringierend
  • Tee: Soll für mehr Haarglanz sorgen. Kamillentee hellt blondes Haar sogar etwas auf (kann das persönlich aber nicht bestätigen)
  • Birkenwasser: Zur Beruhigung der Kopfhaut (meiner Erfahrung nach kein Effekt auf das Haar)

Worauf man sonst achten sollte

  • Vermeidet Strapazen: Reibung (tragt eure Haare am besten meist geflochten oder locker eingedreht mit einem weichen Gummi ohne Metallteil oder Haarnadeln), Hitze, zu häufiges Waschen (alternative Haarwaschmethoden findet ihr übrigens in diesem Post)
  • Achtung „Fritteuse-Effekt“: Eingeölte Haare sollten nicht geföhnt oder starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, sonst erhitzt sich das Öl und schadet den Haaren mehr, als es hilft.
  • Seek & Destroy“: Klingt brutal, meint aber lediglich das regelmäßige gezielte Schneiden von gesplissten oder abgebrochenen Haarspitzen. Dazu unbedingt eine gute Haarschere benutzen (z.B. von Jaguar für ca. 30 Euro), da billige Scheren unsauber abschneiden und weiteren Spliss begünstigen.

Links

Bisher auf quergetippt:
Wundermittel vs. Wahrheit: Die Märchen der konventionellen Kosmetikindustrie
Tipps für natürliche Haar- und Hautpflege: Gründe für Naturkosmetik
Haare waschen: Natürliche Haarwaschmethoden

Gute Threads im Forum von Kleiderkreisel:

Welche Produkte benutzt ihr für natürliche Haarpflege? Wir sind gespannt auf eure Berichte!