Dumm & Dümmer #9

Habt ihr auch mal wieder dumm aus der Wäsche geguckt? Das Format „Dumm & Dümmer“ erscheint ab sofort nicht mehr jeden Freitag, wir lassen euch aber definitiv nicht dumm sterben – erzählt uns also weiterhin gerne eure besten Stories!

Schreibt uns eure Geschichten per Mail (quergetippt@gmail.com), übers Kontaktformular oder auch mit dem Hashtag #dummduemmer über Twitter und Instagram – wir freuen uns auf eure Beiträge oder Fail-Fotos und werden jede der lustigen Geschichten kurzfristig veröffentlichen!

Beitrag von Gastautor Alexander*, 20: Das Dumm-Wochendende

In einer großen Gruppe machten wir uns auf den Weg in den nächsten Nachbarort. Eine Klassenkameradin wollte das nächste halbe Jahr in Brasilien verbringen – und wir sie deshalb gebührend verabschieden. Alle waren eingeweiht. Sogar ihre Eltern, nur sie wusste von nichts. Als sie dann am frühen Abend nach Hause kamen waren wir bereits da, aus dem Ofen roch die frisch selbstgemachte Pizza. Daneben stand das Bier. Und das war mein Problem.

Es war zunächst ein recht unterhaltsamer Abend. Ein Mädchen kam sogar auf mich zu und hat mir eine Wette vorgeschlagen (dass mich damals ein Mädchen freiwillig ansprach, war für mich doch etwas Besonderes). Sie meinte, dass ich mich an diesem Abend von zu viel Alkohol übergeben müsse. „Völliger Schwachsinn“, dachte ich mir und willigte in die Wette ein. Nach einiger Zeit bot mir ein Freund dann ein Bier an. „Naja, warum nicht?“ und so nippte ich das erste Mal an einem alkoholischen Getränk (dass ich bei meinen Eltern früher mal das Noagerl bekam, konnte meine Leber bis zu diesem Zeitpunkt leider nicht abhärten). Den „Ex! Ex! Ex!“-Rufen meiner Klassenkameraden konnte ich zum Glück ausweichen. Nachdem ich dann das erste Bier so halbwegs überstanden hatte, wurde mir bereits das nächste gereicht. Doch nach den ersten Schlucken an dieser verhängnisvollen zweiten Flasche überkam mich ein flaues Magengefühl. „Erstmal abwarten“ war meine Devise, doch es wurde eher schlimmer als besser. Also ab ins Bad. Und es kam, wie es kommen musste: Mein erster Kontakt mit Alkohol und ich musste mich übergeben. Na toll – aber so hatte ich am nächsten Tag zumindest keinen Kater.

Denn da ging es bereits früh los.malibu

Um 7 Uhr war ich mit meiner Mutter am Bahnsteig, wir wollten Freunde in Stuttgart besuchen. Ich war zu dem Zeitpunkt bereits wieder topfit. Schwamm über gestern Abend: zu wenig gegessen, zu schnell zu viel auf einmal getrunken und Bier ist eh nicht so meins. Nach ungefähr zwei Stunden Zugfahrt kamen wir schließlich bei ihnen an. Wir haben erstmal gefrühstückt. Dabei gab es auch Ei. Ich, der im Eieröffnen noch nie gut gewesen war, wollte das Ei also köpfen. Das gelang mir zwar, allerdings war das Eigelb noch flüssig. Und dadurch hat sich natürlich das komplette Ei auf der besten Tischdecke der Gastgeber großflächig verteilt.

Nach diesem Wochenende brauchte ich erstmal eine lange Phase der Erholung. Und ich schulde N.B. noch immer eine Flasche Malibu. Denn das war der Wetteinsatz.

*Name auf Wunsch geändert