Ich bin so im Stress! Oder?

Ihr kennt das sicher, diese tausend To Dos im Kopf. Man führt innerlich eine Liste mit allen anstehenden Dingen. Um 7 Uhr morgens klingt die zum Beispiel so:

TO DO

lernen
einkaufen
Vorlesung
putzen
Sport
kochen
Blogpost schreiben

Um 15 Uhr: Ok, nicht so viel gelernt, eher mit dem Handy rumgespielt. Einkauf und Vorlesung? Check. Also jetzt noch: putzen, Sport, ko… Moment, ist das immer noch so viel? Und ich wollte doch noch mit meiner Freundin ins Kino. Na toll, wieder nichts geschafft heute!

Manchmal gehen wir Pläne und Pflichten wieder und wieder durch, statt sie konkret anzugehen. Die Folge: Überforderung und Frust. Ganz nebenbei reihen wir auch noch Hobbies in unsere Agenda, die wir ja eigentlich gerne machen.  Irgendwann ist dann alles nur noch zu viel und wir können uns auf nichts mehr freuen oder konzentrieren. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich viel mehr schaffe und zufriedener bin, wenn ich realistisch plane und Dinge nicht aufschiebe.

Hier meine drei Tipps für euch, um aus der Planungsspirale und Prokrastination rauszukommen:

  1. Eins nach dem anderen – konzentriert euch auf das Jetzt!
    Der Spruch klingt abgedroschen, ist aber Gold wert. Wenn ihr euch dabei ertappt, wie ihr untätig dasitzt und zehn Dinge vorausplant, stoppt euer Kopfkino bewusst! Denn JETZT seid ihr z. B. an eurem Schreibtisch und werdet die ungeliebten Übungen für die nächste Vorlesung durchgehen. Je weniger ihr damit hadert, umso schneller seid ihr durch (Eat-the-frog-Prinzip). DANACH könnt ihr immer noch überlegen, was ihr als nächstes erledigt oder unternehmt.Ein grober Plan für den Tag ist okay, aber haltet euch selbst davon ab, alles durchzutakten! Sonst seid ihr am Ende des Tages unzufrieden mit euch selbst, weil ihr scheinbar nichts geschafft habt – und der Berg unerledigter Aufgaben ragt immer noch über euch auf.
  2. Prioritäten setzen – beschränkt euch auf das Wesentliche!
    Die gute alte Prio-Liste kennt ihr bestimmt. Sie kann euch tatsächlich helfen, Struktur in eure geistigen Pflicht-Türme zu bringen und euch zu entlasten. Also schreibt doch mal alles auf, was ihr eurer Meinung unbedingt erledigen müsst. Strukturieren könnt ihr diese Punkte (vor allem die, die eure Arbeit oder euer Studium betreffen) z.B. nach dem Eisenhower-Prinzip oder der Alpen-Methode. Dann seht ihr, was ihr wirklich nicht aufschieben solltet (Stichwort Prokrastination) und was dagegen überhaupt nicht nötig oder sinnvoll ist und ihr damit von eurer Liste streichen könnt.

    Pause.jpg
    Ihr liebt es, zu lesen? Dann nehmt euch mal eine Auszeit, ohne immer an eure Pflichten zu denken! (Bildquelle: freestockgallery.de)
  3. Gönnt euch Pausen – weniger ist mehr!
    Hobbies und Freizeitaktivitäten sind zur Entspannung oder auch zum Auspowern da. Die Freizeitmomente gehören ganz euch und sind es wert, dass ihr sie mit Herz und voller Konzentration auslebt. Durch sie könnt ihr wieder Kraft tanken für den Alltag. Teilt sie also nie als Pflicht in euren Tagesplan ein, denn das führt schnell zum Freizeitstress! Ich finde es sinnvoll, sich phasenweise auf ein oder wenige Hobbies zu konzentrieren. Wenn ich mir z.B. an einem freien Abend vornehme, zu lesen, eine Serie zu schauen, was für quergetippt zu schreiben UND Sport zu machen – na, was meint ihr, was dabei rauskommt? Richtig, ich liege überfordert von all den Möglichkeiten mit dem Handy auf dem Bett und zocke Angry Birds. Mein Tipp: Immer mal wieder anderen Hobbies zuwenden, z.B. eine Woche täglich lesen, in der nächsten allabendlich etwas schreiben und danach bei der Lieblingsserie entspannen. Dann seid ihr am Ende des Tages zufrieden und habt nicht das Gefühl, etwas zu verpassen oder unerledigt liegen zu lassen. Vielleicht gibt es auch „Hobbies“, die euch sowieso keinen Spaß mehr machen und die ihr ganz streichen könnt? Oder ist es Zeit, etwas Neues für euch zu entdecken?

Mit diesen drei Tipps kam ich persönlich von der Angewohnheit weg, meine Tage komplett zu verplanen und dadurch sogar Hobbies als belastenden Stress anzusehen. Vielleicht helfen sie auch euch, mit mehr Energie und Achtsamkeit durch den Tag zu gehen und jeden Moment bewusst zu (er-)leben. Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen!