Dumm & Dümmer #6

Liebe Leser, mal wieder nicht die hellste Kerze auf der Torte gewesen? Dann erzählt uns davon! Heute gibt es auf quergetippt wie jeden Freitag wieder eine persönliche Story, die vor Dummheit und Missgeschick nur so strotzt. Und ganz wichtig – über die die Pechvögel herzhaft lachen können!

Schreibt uns eure Geschichten per Mail (quergetippt@gmail.com), übers Kontaktformular oder auch mit dem Hashtag #dummduemmer über Twitter und Instagram – wir freuen uns auf eure Storys oder Fail-Fotos und werden jeden Freitag eine der lustigen Geschichten veröffentlichen!

Unser Beitrag: #6 Festival-Fails

Die Festival-Saison naht! Aus aktuellem Anlass erzählen wir von unserem Wochenende bei „Rock im Park“ vor ein paar Jahren.

Gepäck RIP
Rucksack, Campingstühle, Zelt, Assitüte: Check. Isomatte: Fail.

Fail #1: Da wir kein Auto hatten, rückten wir mit dem Zug zum Festival-Wochenende in Nürnberg an – samt riesigem Tramper-Rucksack, Zelt, zwei Campingstühlen und einer sauschweren Proviant-Tüte (2 Stunden Anfahrt hält man definitiv nicht ohne Essen aus!). Eine Isomatte hatten wir nicht dabei, aber dazu später. Nachdem wir das Gelände gefunden hatten, indem wir ähnlich bepackten Menschen hinterherliefen (aber niemand hatte Stühle und Proviantbeutel dabei), schauten wir uns ratlos um. Überall geparkte Autos, Menschen, Schilder, Eingänge. Nach einigen Irrwegen fanden wir endlich den Ticketschalter und bekamen unsere Bändchen – juhu, auf zur Zeltwiese! Wo war die nochmal? Die eine Schlange ganz hinten sah doch gut aus. Komisch, dass die Leute anstehen mussten, um zu ihrem Zelt zu kommen. Und außer uns hatte niemand Gepäck dabei. Naja, egal, dachten wir uns müde und reihten uns ein. Endlich waren wir dran und wollten motiviert durch die Schleuse marschieren, da hielt uns ein Security auf.  „Stopp, was macht ihr denn? Hier geht’s zur Bühne!“ – Ups, peinlich, nix wie weg! Ging aber nicht, weil wir bzw. unser Rucksack samt Zelt und Campingstuhl in dem schmalen Durchgang FESTSTECKTE. Unter genervtem Raunen der Menge hinter uns mussten wir also mit einigem Hau-Ruck rückwärts wieder aus der Schleuse rangieren und bedröppelt abtreten. Danke, tschüss.

Böse Brötchen
Angriff der bösen Brötchen

Fail #2: Erschöpft, hungrig und schwitzend waren wir schon fast auf der hintersten Zeltwiese – da bewarfen uns irgendwelche Idioten mit Brötchen! Dachten wir jedenfalls und töteten eine Gruppe junger Leute neben uns mit Blicken. Aber halt… es waren UNSERE Brötchen! Und sie wurden nicht auf uns geworfen, sondern waren aus meiner Provianttüte gepurzelt und ich hatte sie daraufhin versehentlich mit meinem Fuß auf die empörte Siri katapultiert. Zwei von zwölf Brötchen waren also dahin. Sie vor den lachenden Leuten wieder aufheben wär dann aber doch zu peinlich gewesen. Verhungerten wir eben (wie sehr man bei zehn Brötchen eben verhungern kann).

Fail #3: Wir bauten unser Zelt abends neben einem riesigen Müllhaufen (dem letzten freien Platz) auf und schliefen schon ziemlich früh auf dem blanken Zeltboden ein. Wer braucht schon eine Isomatte? Polstert ja sowieso kaum, hatten wir zuvor noch gehöhnt. Wenige Stunden später hockten wir hellwach und erbärmlich frierend in voller Montur im Zelt. „Ich glaub, Isomatten halten die Kälte vom Boden ab“, wagte Siri zu behaupten und ich stimmte zu, überwältigt von der Konsequenz dieser Erkenntnis. Aber das war nicht alles: Gerade waren wir auf dem harten Boden wieder eingeschlafen, da stieß uns etwas von unten an.  Was war das?! Mit Grauen stellten wir fest, dass ein Maulwurf unter uns versuchte, nach oben zu kommen! Als wir am nächsten Tag das Zelt anhoben, hatten sich darunter etwa ein Dutzend Maulwurfshügel gebildet. Da hatte jemand nicht aufgegeben. Die Krone dieses Dumm & Dümmer-Beitrags geht also wohl eindeutig an Mr. Maulwurf.

Maulwurfshuegel
Ein Ausschnitt aus dem Maulwurfshügel-Feld am nächsten Tag 😀